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Zu Papier gebracht

30% weniger Fett

Ja genau. Nach beinahe einem halben Jahr Blog-Abstinenz bin ich wieder da. Vielleicht versuche ich es jetzt mal die Abstände zwischen dieser individualisierten Sendung mit der Maus für all euch Netzpiraten dort draussen zu relativieren. Das nervt ja sogar mich schon.
Ist ja allerhand passiert seit ich hier das letzte mal in die Tasten geklopft habe und ich habe wieder allerlei Themen gefunden die ich hier gern breit treten würde, eins davon gibts heute schon, die anderen arbeite ich dann nach und nach ab denke ich.

Heute: "Meine Fresse! Seid ihr denn alle bekloppt geworden?"

Gibts jetzt die ganze Welt nurnoch mit Salat, 30% weniger Fett und Öko-Sonnenblumkernöl? Nicht das es mich stören würde DAS es diese Sachen gibt, vielmehr stört mich das es NUR NOCH diese Sachen gibt. Wo sind denn die guten alten Kartoffelchips die man sich Abends vorm Fernseher reingezogen hat? Die man zu 50% am nächsten Morgen auf der Waage wiedergefunden hat? Glaubt hier jemand wirklich das Heidi Klums-Typ der ist der McDonalds und Konsorten den Umsatz bringt? Nicht mehr der dicke Amerikaner der 4 BigMac DoubleMaxi XXL Monstermenüs zum Frühstück verputzt? Shice ich will/muß zunehmen! Wie zum Henker soll ich das denn machen wenn mir die ganze Welt auf meinem Weg entgegenkommt? Gibts denn gar keine alternativen mehr zum doppelten Karottensalat? Ich würde ganz gerne mal wieder ein paar Chips essen die Fettflecken auf einem Glastisch hinterlassen und vor denen mich diverse Ernährungsmagazine warnen täten. Fettige Pommes aus nichtkontrolliertem, schäbigem Anbau, wie es sich für Fastfood gehört. Ich will nichts von gerade erst frisch geerntetem Salat und einer eigenen argentinischen Rinderfarm hören. Nichts von Qualitäts-Bioprodukten oder gar die Note "Sehr Gut" der Stiftung Warentest auf meinem Wurstbrot haben. Wo sind denn die Zeiten hin wo man das gegessen hat was einem schmeckte? Ich will auch keinen Regenwald als Parkett in meiner Toilette haben, wieso sollte ich woanders ein Übermaß an Natur um mich herum haben wollen? Ich bin ein Großstadtkind. Bitte behandelt mich auch so.


23.2.08 01:07


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Warum Mädchen am Ende gewinnen.

Tatsache. Hier steht was neues. Zugegeben, ist ne Weile schon nicht mehr vorgekommen und eigentlich sollte ich mich dafür auf irgendeine differenzierte Art bei mir selbst entschuldigen. Tue ich aber nicht, ich tus bei euch.
Um mich nicht noch weiter zu beschämen räuspert ihr euch bitte einmal.
Danke das reicht... um völlig ohne Überleitung dahin zu kommen wo ich eigentlich schon ne ganze Weile nicht mehr war: beim Thema. Die heutige Diskussionsrunde, die eigentlich gar keine ist, aber trotzdem so heißt, um den Eindruck zu erwecken sie wäre eine, befasst sich mit dem Thema: "Warum Mädchen am Ende gewinnen."
Klar, die eine Hälfte der Leser(innen) wird mir jetzt zustimmen, ohne das ich überhaupt gesagt habe was hier Sache ist, die andere wird skeptisch die Stirn runzeln und sich denken: "Stimmt ja gar nicht." und innerlich die Arme vor der Brust verschränken. Und zwar solange bis ich was nettes zu ihnen sage.
Es soll hier auch gar nicht darum gehen wer in einem Streitgespräch am Ende die Nase vorne hat oder wer der bessere Leistungssportler ist, sondern darum das, sorry aber so siehts aus, das Auftauchen eines weiblichen Wesens in den höheren geistigen Troposphären eines männlichen Wesens Umweltverschmutzung ist. Oder wem ist es noch nie passiert das ein langjähriger, guter Freund, der mehr über einen weiß als die eigenen Mutter, plötzlich von der Bildfläche verschwindet? Sich wochenlang nicht meldet und wenn dann nur sporadisch, jede Nacht der Nächte, die ihm bestimmt gefallen würde ausschlägt und die Begründung irgendwann heißt: "Ne sorry keine Zeit, wollte da mit [Name] aufm Sofa sitzen und Gerichtssendungen gucken."
Ich will mich jetzt nicht freisprechen, mir ist sowas sowohl schon mehrfach begegnet (wo sind meine Leute?) als auch wiederfahren (alter Hauke wo bist du?). Frage mich jedoch immer wieder, frei nach Werner, ob das Not tut. Rein von der Zeit her müsste man nämlich beides in ein Leben reinbekommen. Tut man aber nicht.

No rules?

P.S.: Wehe ich finde nicht von jedem von euch nen Kommentar zu diesem Blog in meinem Postfach. Los, los! Meinungen!



14.9.07 17:44


Wie tief ist der Abhang? 20 Jahre.

Nachdem ich eben mit einem unbeschreiblichen Aasgeschmack im Mund aufgewacht bin, versumpft und durstig, den weirdsten, krankhaftesten Sound neben mir der mich in diesem dumpfen Zustand erreichen konnte, den Geruch von Holz in der Nase und ich irgendwo ganz hinten einen Schrei: "Kurt Beck!....Kurt Beck!" hörte, denke ich das ich in den nächsten Tagen keinen angenehmeren Zustand zum bloggen finden werde. Daher wiedereinmal: Hallo und danke das du hier bist.
Da mein Unterbewusstsein mir bereits seit einer halben Stunde duschen immer wieder das Wort "Killerspiele" aufdrückt, sehe ich mich nicht anders in der Lage als diesen Begriff aufzugreifen und ihn irgendwie in einem für mich auf die eine oder andere Art sinnvollen Text wiederzugeben. Ich hoffe ihr seid angeschnallt, in den nächsten Minuten erlebt ihr ein unglaubliches Abenteuer voller weirdness, konsequent zu Ende gedachter Inkonsequenz und natürlich jede Menge Kommafehler.

Tolles Wort oder? "Killerspiele". Wer hat sich das eigentlich wieder ausgedacht? Setzt ihn bitte auf die Liste derer die für das Mutterkreuz vorgeschlagen werden.
Im Prinzip geht es hier um Gewaltästethik, die sich mir noch nie ganz erschloßen hat, sehr viel Zeit und den ungebrochenen Willen brutal computeranimierte Pixel abzuschlachten. Der Griff von der Maus zur Pistole, der uns als logisch verkauft wird, ein vor Ahnungslosigkeit strotzendes, journalistisches wie politisches Publikum das nicht weiß wo es sonst suchen soll und daher die Generation die bei "Defender of the Crown" ganz England von den Normannen säuberte und denen die heutzutage gerne einmal im Weltall Aliens abballern achtsam trennen. Die Nähe des Ballerspiels in dem sich Terroristen und Polizisten jagen, wird der Realität näher beigemessen als die Kellersucht der heutigen Internetgeneration.
Das die "alten Leute" sich anscheinend nicht mehr in die "junge Generation" hineindenken können, da sie eine Jugend wie die, die Heute von Jugendlichen erlebt wird, niemals erlebt haben, ihre Clique nicht auf myspace.com sondern auf dem Spielplatz getroffen haben und niemals die Vor- und Nachteile der heutigen Jugendwelt, die sich massiv von der noch vor 20 Jahren unterscheidet, kennengelernt haben wird dadurch nur zu offensichtlich. Überall schütteln junge Menschen den Kopf wenn sie interpretiert werden, wenn ihnen etwas angedichtet wird, das vielleicht noch vor 20 Jahren hätte zutreffen können.
Das die heutige Revolution nicht auf Kuba sondern im Internet stattfindet, scheinen die wenigsten von Ihnen (den "alten Leuten") begriffen zu haben. Es klafft ein enorm großer, durch Technik entstandener Abhang zwischen jung und alt und wer springt fällt. Wer von unten aus klettern möchte hat einen langen Weg vor sich. Ein Weg der unbedingt getan werden sollte. Nur bitte nicht von mir.

No rules.


25.4.07 00:30


Normandie der Herzen

Zu allererst muss ich mich bei euch entschuldigen, einige von euch waren angenehm penetrant in ihren Forderungen auf einen neuen Blog und ich hab es seit dem letzten irgendwie vertrödelt. Naja, jetzt sind wir wieder soweit, jetzt wird wieder getextet.

Das Thema heute wird vielen sicher ein Runzeln auf die Stirn zaubern, beim Hören des Themas wird es jedoch in dem gefälligen Grinsen das (so nehme ich an) euch erfassen wird untergehen.

Aus aktuellem Anlass ist das Thema heute nämlich der Valentinstag. Jenes rosarote Massaker das seit 5-6 Jahren die ganze Republik mit Kitsch überzieht wie Zucker einen dieser herrlich roten Jahrmarktsäpfel.
Denn auch, wenn Wikipedia eine hervorragend konstruierte Hintergrundgeschichte für dieses...nennen wir es "Ereigniss"... parat hat kann mir kein Mensch erzählen das das nicht alles total ausgedacht ist.

Auszug aus Wikipedia:--------------------------------------------------------------------
Die Tradition des Valentinstags wird heute zumeist auf die Sage des Bischofs Valentin von Terni zurückgeführt, der als christlicher Märtyrer starb. Der Heilige liegt heute in der bayerischen Stadt Krumbach, Landkreis Günzburg begraben.
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Da haben wirs. Total ausgedacht. Oder habt ihr schonmal im Religionsunterricht die tiefgreifende, weltmoralische Veränderungen aufgrund des Skriptes des Bischof Valentin von Terni durchgenommen? Weiß einer von euch wo Terni liegt (bitte keine Wikipedia-Angaben, die stecken da mit drin!) oder gar von einem Landkreis Günzburg samt enthaltener Stadt Krumbach? Ist das soetwas wie Bielefeld?
Naja ich will mich eigentlich allzulange mit dieser Geschichte aufhalten, womit ich mich vielmehr aufhalten möchte sind diese schrecklichen Postkarten, Pseudo-Liebenden, lächerliche Liebesgrüsse und die zu dieser Jahreszeit äussert häufig auftretende Farbe Rosa.
Abgesehen von meinen regelmässigen Brechreizen durch von unter Zugzwang stehenden, unkreativen Gewohnheits-"Verliebten" die ihrem "Schatz" nun unbedingt ihre "Liebe" zeigen wollen und einem akuten Hämmern aufgrund konzentrierter Marketing-Power überall wohin sich mein Blick wendet im Kopf, habe ich jedoch leider kaum ausformulierte Morddrohungen an den wahren (!!!) Erfinder dieses (um mal alten Ost-Jargon zu benutzen) "Kapitalistischen Ausverkaufs der Emotionen".
Wie ich bereits irgendwo hier (vermutlich in meiner Selbstbeschreibung) geschrieben habe, bin ich eigentlich ein verkappter Romantiker. Das der Valentinstag jedoch rein überhaupt nichts mit Romantik, sondern vielmehr mit von unter Konsumzwang stehenden, halb gehirngewaschenen Durchschnittsbürgern handelt, brauche ich euch vermutlich auch eher weniger erklären. Was also bringt Leute dazu sich darauf einzulassen? Unter eine von Millionen vorgestanzten, rosa Diddl-Karten ihren Namen zu setzen? Is this something that could happen in another galaxie? I don't think so.
Ganz schön krank. Unsere Dimension.

No rules.

12.2.07 21:40


Der Sack des roten Alten

Glöckchen, goldene Engel, Schokonikoläuse, Männer in roten Kittel, mit langen weißen Bärten an jeder Ecke, Tannenbäume, Lichterketten, Kunstschneeflocken, "innovative Geschenkideen"....

Ich GLAUBE ES HACKT!

Dieser populistische, Weihnachtsterror ist ja wohl das letzte was einer zivilisierten Welt wiederfahren dürfte, aber nein circa 40 Tage des Jahres gehen , wie immer, für den gleichen adäquaten intelligenzgefilterten Hardcore-Kitsch der sich großspurig "Fest der Nächstenliebe" nennt drauf.

Da ich heute irgendwie Lust auf einen Fragenkatalog habe und eh schon immer darauf stand alle Fragen möglichst ausschweifend und umständlich zu beantworten mache ich mir mal die Freude und stelle euch und auch mir meine ganz persönlichen Top 3 - FAQ about the Fest mit the Tannebaum vor.

"Mamimami gibt es den Weihnachtsmann wirklich?"
- Ja! Boah wie habe ich denn das gemacht ich fange direkt mit meiner Lieblingsfrage an und erklär auch gleich mal wieso:
Den Weihnachtsmann gibt es wirklich. Ich meine jetzt nicht den auf dem Staatsgebiet der heutigen Türkei geborenen St.Nikolaus, nein ich meine den Weihnachtsmann. Das sein bürgerlicher Name Haddon Sundblom ist und er sein Gesicht im Jahre 1931 als Weihnachtsmann an die Coca-Cola-Company vermietete wissen heute natürlich die wenigsten. Heutezutage besteht die Geschichte um den Weihnachtsmann aus einer Sage, in der zwar viele hinzugedichtete Sachen stecken, sie jedoch einen wahren Kern hat: es GIBT den Weihnachtsmann. Vermutlich haben die meisten von uns in ihrer Kindheit das gleiche durchgemacht: sie haben von ihren Eltern die Geschichte vom Weihnachtsmann erzählt bekommen und sie ohne Umschweife geglaubt. Wieso auch nicht? Immerhin ist es ja die Wahrheit. Nachdem ihr einige Zeit mit der Wahrheit gelebt habt hat euch ein merkwürdiges Gefühl beschlichen, immer wenn Erwachsene über den Weihnachtsmann redeten hatten sie diesen Tonfall in ihrer Stimme...und unterschwellig begannt ihr zu glauben das da etwas nicht stimmen könne. Ihr habt die Existenz des Weihnachtsmannes in Frage gestellt und schließlich, ein paar Jahre später haben euch eure Eltern gestanden euch angelogen zu haben. Der Witz an der ganzen Geschichte ist aber doch wohl das ihr erst in diesem Augenblick, in dem eure Eltern ihre vermeintlichen Lügen gestanden haben, belogen worden seid. Natürlich per umgekehrter Psychologie und aufgrund der merkwürdigen Stimmlage die euch schon länger bei diesem Thema störte, anderer Eltern (die eure Freunde ihrerseits belogen haben), dem Fernsehen (in dem die Grenze zwischen Wahrheit und Lüge noch nie sehr dick war) und sich dem daraus folgenden bei euch eingestellten Weltbild habt ihr akzeptiert das es den Weihnachtsmann nicht gäbe.
Womit ihr auf dem Holzweg seid. Oder wollt ihr die Existenz Haddon Sundbloms abstreiten? Ihr wollt eine reale Person leugnen?
Nun, vielleicht stimmt ja nicht alles was man sich über ihn erzählt, aber seine Existenz ist eine der Sachen die ich als geklärt bezeichnen würde.

"Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum wie grün sind deine Blätter?"
- Klar das es mit der Jugend hierzulande abwärts geht, die Verblödung wird einem quasi ja schon anerzogen. Warum?
Nunja auch wenn Tannen Nadelbäume sind und wir einfach davon ausgehen das sich die Songwriter darüber im klaren waren das Nadeln ja nur oberflächenreduzierte Blätter sind sollte es doch bei derartigem Wissen klar sein das Nadelbäume eben deswegen Nadeln haben um sie im Winter nicht abwerfen zu müssen? Ergo wird auch der lausigste Holzzweig der aus der Erde ragt, den ein Biologe jedoch immernoch Tannenbaum schimpfen würde im Winter grüne Blätter haben. Das ziehe ich das Fazit das ein Tannenbaum IMMER grüne Blätter hat. Nun könnte man noch weiter gehen und dem Textwriter dieses sich wirklich sehr hartnäckig haltenden evergreen (sorry, ich konnts mir net verkneifen) die Absicht einer rethorischen Frage zu unterstellen, das würde meiner Meinung nach jedoch zu weit gehen. Viel leichter fällt es mir da dem Lied eine gewisse Schwachsinnigkeit zu unterstellen.

"Ja ist denn heut schon Weihnachten?"
- Vielleicht nicht ganz so alt wie die beiden bisherigen Fragen, aber definitiv zusammen mit ihnen im selben Päckchen das, mit Steinen beschwert mein diesjähriges Weinhachtsgeschenk an die Fische ist.

...jetzt habe ich doch tatsächlich über Weihnachten, nicht wie ursprünglich geplant über den Konsumterror gesprochen... nun vielleicht kommt das ja wenn ich morgen aus der Stadt wiederkomme.

15.12.06 01:23


The axel (springer) of evil

Wieder so ein Thema worüber ich Bücher schreiben könnte, da ich einfach nicht verstehe was das alles soll. Michael Moore hat es in Fahrenheit 9/11 eigentlich recht gut auf den Punkt gebracht aber erst jetzt, 3-4 Jahre nachdem ich den Film gesehen habe weiß ich wirklich was er meint: Medienterror.

Gerade heute lief auf RTL wieder eine sehr seriös gehaltene Nachrichtensendung über ein Flugzeug das irgendwo hineingeflogen sein soll "es ist bisher noch unklar ob es sich hierbei um einen Unfall oder einen Terroranschlag handelt" bitte? Als ich klein war ging man grundsätzlich von einem Unfall aus. Und zwar solange bis das Gegenteil bewiesen war. Und die damaligen "Terrorstrukturen" sind die gleichen wie heute...gut vielleicht gab es weniger Trittbrettfahrer die wegen des überhöhten Medieninteresse auch mal im Rampenlicht stehen wollen aber das änderte nichts daran das früher nicht in jeder verdammten Verkehrsunfallsmeldung in einem Nebesatz erwähnt wurde "das es sich ja auch um einen Terroranschlag handeln kann". Gerade neulich habe ich gelesen das in den Niederlanden ein Flieger nach Island (!!!) nicht starten konnte weil jemand sich weigerte im selben Flieger wie 3 saudische Studenten zu sitzen die auf ihrer Reise nach Island (!!!) im Flieger ihre Lederjacken anbehielten.
Waren wir schon immer so feige oder hat uns nur die mediale Dauerberieselung zu diesen zitternden, sich dauernd umsehenden, ängstlichen Versagern gemacht? Vor 5-6 Jahren hätten wir über uns selbst gelacht und uns Feiglinge oder schlimmeres genannt. Nein! Jetzt gibt es ja streng durchorganisierte Terror-Elitekommandos die jeden noch so unbedeutenden Supermarkt sprengen wollen! Dringlichere Probleme dieser Welt werden mal flugs für den US-Wahlkampf hinten angestellt (naja Bürgerkriege, Völkermorde, AIDS, Hungersnöte oder Naturkatastrophen in Afrika wo jedes Jahr Millionen Menschen...MENSCHEN sterben sind ja auch nur halbsowichtig wie zwei dutzend Irre die in gekidnappten Flugzeugen in ein halbleeres Bürogebäude fliegen...vor über 5 Jahren. Sicherlich ein schreckliches Ereigniss; jedoch sind diese 3500 ermordeten MENSCHEN in meinen Augen ein geringeres Übel als die Millionen, ebenfalls ermordeten MENSCHEN auf dem afrikanischen Kontinent, die JEDES JAHR dort ihr Leben lassen. Mediale Aufmerksamkeit? Keine. Um es mal einfach so auszudrücken:

Terrorismus ist absolut überbewertet.

Ein derart hohe medielles Interesse lockt a) bloss Trittbrettfahrer an und b) schränkt es die freien, hier lebenden Menschen ein. soll heissen: sogar in meinem persönlichen Umfeld, hier in Deutschland gibt es Menschen die ein ungutes Gefühl haben wenn "zu arabisch" aussehende Personen hinter ihnen im Bus sitzen. Das ist Freiheitsberaubung. Und zwar die Freiheit sich unbesorgt bewegen zu können. Waren die Briten so verängstigt als in Nordirland und ganz England die IRA Anschläge verübte? The same thing with Spain & ETA? Deutschland & RAF? Ganz sicher nicht.
Ob dich beim über die Strasse gehen ein LKW mitnimmt kann doch im Endeffekt nur das Schicksal entscheiden und nicht du. Also hör gefälligst auf dir ständig vorzulügen dir selbst dein Leben zu retten, du kannst es doch eh nicht mehr hören.

No rules.


12.10.06 03:06


The attic of your mind.

Heute geht es um das, was ich als heiliges Symbol der Jugend ansehe, an dem sich sehr gut das geistige Alter seines Gegenübers ablesen lässt und mit dem ich viel Spass gehabt habe:

Spontanität.

Nach einem kurzen Abstecher zu wikipedia.de erklärt sich das Wort auch schon so gut wie von alleine:

Auszug wikipedia.de:
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Die Spontaneität (seltener auch in der Schreibweise Spontanität) bezeichnet beim Menschen eine Charaktereigenschaft, die ihn häufig plötzlich agieren lässt.
Dabei folgt die Person einer Eingebung auf eine für die Umwelt oft überraschend schnelle Weise, was oft zusammenhängt mit
· einem besonderen Maß an Intuition,
· guter Erfahrung im Umgang mit den eigenen Gefühlen (siehe unten),
· ungewöhnlich rascher Überlegung oder Entschlusskraft, oder
· einer Art Reflex (eher bei körperlichen Ereignissen).
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Für mich ist spontan etwas was plötzlich passiert und nachher alle lachen. Situationskomik bspw. Ist nur deshalb witzig weil sie spontan ist und die spassigsten Aktionen meines Lebens sind deshalb passiert das wir mal spontan irgendwas getan haben. Wer Wochen oder gar Tage ( xD ) im vorhinein plant macht sich meiner Ansicht nach zu viele Gedanken über das was da kommt. Es könnte folgendes eintreten, dann werde ich das tun usw. was auch mich weniger authentisch wirkt als wenn jemand das tut was er tun möchte, was er für richtig hält oder es tut weil er nicht einen Gedanken daran verschwendet hat was es für Konsequenzen mit sich bringen könnte. Vielleicht sehe ich Spontanität als einen Teilbereich der Freiheit. Freiheit der Taten, Freiheit der Gedanken in der man nur der ist der man ist, alleine deshalb weil man gar keine Zeit hatte sich zu verstellen.

Was mir jedoch immer wieder auffällt ist die ( meiner Ansicht nach ) traurige Tatsache das mit fortschreitendem (geistigen, dementsprechend in den meisten Fällen also auch körperlichen) Alter die Spontanität im Kopf der betroffenen Person immer mehr an Boden verliert. Tagesrythmus, Gewohnheit, Verpflichtungen, fehlender Aktionismus. Alles Dinge die auf lange Sicht die Oberhand über jemanden gewinnen, allein des zeitlichen Terminus wegen. In der Schulzeit war eben noch recht viel Platz für spontane Aktionen, wenn man 8,5 std. am Tag arbeiten geht bleibt kaum noch Freiraum für sich selbst.
Irgendwie bedauerlich auch mit anzusehen wie man selbst versucht spontan zu bleiben und damit immer mehr alleine dasteht „Nein sry, keinen Bock spontan wohinzufahren bin seit ner Woche mit meiner Freundinn verabredet“ usw.

I think life has no rules too…..


9.10.06 15:33


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