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Normandie der Herzen

Zu allererst muss ich mich bei euch entschuldigen, einige von euch waren angenehm penetrant in ihren Forderungen auf einen neuen Blog und ich hab es seit dem letzten irgendwie vertrödelt. Naja, jetzt sind wir wieder soweit, jetzt wird wieder getextet.

Das Thema heute wird vielen sicher ein Runzeln auf die Stirn zaubern, beim Hören des Themas wird es jedoch in dem gefälligen Grinsen das (so nehme ich an) euch erfassen wird untergehen.

Aus aktuellem Anlass ist das Thema heute nämlich der Valentinstag. Jenes rosarote Massaker das seit 5-6 Jahren die ganze Republik mit Kitsch überzieht wie Zucker einen dieser herrlich roten Jahrmarktsäpfel.
Denn auch, wenn Wikipedia eine hervorragend konstruierte Hintergrundgeschichte für dieses...nennen wir es "Ereigniss"... parat hat kann mir kein Mensch erzählen das das nicht alles total ausgedacht ist.

Auszug aus Wikipedia:--------------------------------------------------------------------
Die Tradition des Valentinstags wird heute zumeist auf die Sage des Bischofs Valentin von Terni zurückgeführt, der als christlicher Märtyrer starb. Der Heilige liegt heute in der bayerischen Stadt Krumbach, Landkreis Günzburg begraben.
----------------------------------------------------------------------------------

Da haben wirs. Total ausgedacht. Oder habt ihr schonmal im Religionsunterricht die tiefgreifende, weltmoralische Veränderungen aufgrund des Skriptes des Bischof Valentin von Terni durchgenommen? Weiß einer von euch wo Terni liegt (bitte keine Wikipedia-Angaben, die stecken da mit drin!) oder gar von einem Landkreis Günzburg samt enthaltener Stadt Krumbach? Ist das soetwas wie Bielefeld?
Naja ich will mich eigentlich allzulange mit dieser Geschichte aufhalten, womit ich mich vielmehr aufhalten möchte sind diese schrecklichen Postkarten, Pseudo-Liebenden, lächerliche Liebesgrüsse und die zu dieser Jahreszeit äussert häufig auftretende Farbe Rosa.
Abgesehen von meinen regelmässigen Brechreizen durch von unter Zugzwang stehenden, unkreativen Gewohnheits-"Verliebten" die ihrem "Schatz" nun unbedingt ihre "Liebe" zeigen wollen und einem akuten Hämmern aufgrund konzentrierter Marketing-Power überall wohin sich mein Blick wendet im Kopf, habe ich jedoch leider kaum ausformulierte Morddrohungen an den wahren (!!!) Erfinder dieses (um mal alten Ost-Jargon zu benutzen) "Kapitalistischen Ausverkaufs der Emotionen".
Wie ich bereits irgendwo hier (vermutlich in meiner Selbstbeschreibung) geschrieben habe, bin ich eigentlich ein verkappter Romantiker. Das der Valentinstag jedoch rein überhaupt nichts mit Romantik, sondern vielmehr mit von unter Konsumzwang stehenden, halb gehirngewaschenen Durchschnittsbürgern handelt, brauche ich euch vermutlich auch eher weniger erklären. Was also bringt Leute dazu sich darauf einzulassen? Unter eine von Millionen vorgestanzten, rosa Diddl-Karten ihren Namen zu setzen? Is this something that could happen in another galaxie? I don't think so.
Ganz schön krank. Unsere Dimension.

No rules.

12.2.07 21:40


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Der Sack des roten Alten

Glöckchen, goldene Engel, Schokonikoläuse, Männer in roten Kittel, mit langen weißen Bärten an jeder Ecke, Tannenbäume, Lichterketten, Kunstschneeflocken, "innovative Geschenkideen"....

Ich GLAUBE ES HACKT!

Dieser populistische, Weihnachtsterror ist ja wohl das letzte was einer zivilisierten Welt wiederfahren dürfte, aber nein circa 40 Tage des Jahres gehen , wie immer, für den gleichen adäquaten intelligenzgefilterten Hardcore-Kitsch der sich großspurig "Fest der Nächstenliebe" nennt drauf.

Da ich heute irgendwie Lust auf einen Fragenkatalog habe und eh schon immer darauf stand alle Fragen möglichst ausschweifend und umständlich zu beantworten mache ich mir mal die Freude und stelle euch und auch mir meine ganz persönlichen Top 3 - FAQ about the Fest mit the Tannebaum vor.

"Mamimami gibt es den Weihnachtsmann wirklich?"
- Ja! Boah wie habe ich denn das gemacht ich fange direkt mit meiner Lieblingsfrage an und erklär auch gleich mal wieso:
Den Weihnachtsmann gibt es wirklich. Ich meine jetzt nicht den auf dem Staatsgebiet der heutigen Türkei geborenen St.Nikolaus, nein ich meine den Weihnachtsmann. Das sein bürgerlicher Name Haddon Sundblom ist und er sein Gesicht im Jahre 1931 als Weihnachtsmann an die Coca-Cola-Company vermietete wissen heute natürlich die wenigsten. Heutezutage besteht die Geschichte um den Weihnachtsmann aus einer Sage, in der zwar viele hinzugedichtete Sachen stecken, sie jedoch einen wahren Kern hat: es GIBT den Weihnachtsmann. Vermutlich haben die meisten von uns in ihrer Kindheit das gleiche durchgemacht: sie haben von ihren Eltern die Geschichte vom Weihnachtsmann erzählt bekommen und sie ohne Umschweife geglaubt. Wieso auch nicht? Immerhin ist es ja die Wahrheit. Nachdem ihr einige Zeit mit der Wahrheit gelebt habt hat euch ein merkwürdiges Gefühl beschlichen, immer wenn Erwachsene über den Weihnachtsmann redeten hatten sie diesen Tonfall in ihrer Stimme...und unterschwellig begannt ihr zu glauben das da etwas nicht stimmen könne. Ihr habt die Existenz des Weihnachtsmannes in Frage gestellt und schließlich, ein paar Jahre später haben euch eure Eltern gestanden euch angelogen zu haben. Der Witz an der ganzen Geschichte ist aber doch wohl das ihr erst in diesem Augenblick, in dem eure Eltern ihre vermeintlichen Lügen gestanden haben, belogen worden seid. Natürlich per umgekehrter Psychologie und aufgrund der merkwürdigen Stimmlage die euch schon länger bei diesem Thema störte, anderer Eltern (die eure Freunde ihrerseits belogen haben), dem Fernsehen (in dem die Grenze zwischen Wahrheit und Lüge noch nie sehr dick war) und sich dem daraus folgenden bei euch eingestellten Weltbild habt ihr akzeptiert das es den Weihnachtsmann nicht gäbe.
Womit ihr auf dem Holzweg seid. Oder wollt ihr die Existenz Haddon Sundbloms abstreiten? Ihr wollt eine reale Person leugnen?
Nun, vielleicht stimmt ja nicht alles was man sich über ihn erzählt, aber seine Existenz ist eine der Sachen die ich als geklärt bezeichnen würde.

"Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum wie grün sind deine Blätter?"
- Klar das es mit der Jugend hierzulande abwärts geht, die Verblödung wird einem quasi ja schon anerzogen. Warum?
Nunja auch wenn Tannen Nadelbäume sind und wir einfach davon ausgehen das sich die Songwriter darüber im klaren waren das Nadeln ja nur oberflächenreduzierte Blätter sind sollte es doch bei derartigem Wissen klar sein das Nadelbäume eben deswegen Nadeln haben um sie im Winter nicht abwerfen zu müssen? Ergo wird auch der lausigste Holzzweig der aus der Erde ragt, den ein Biologe jedoch immernoch Tannenbaum schimpfen würde im Winter grüne Blätter haben. Das ziehe ich das Fazit das ein Tannenbaum IMMER grüne Blätter hat. Nun könnte man noch weiter gehen und dem Textwriter dieses sich wirklich sehr hartnäckig haltenden evergreen (sorry, ich konnts mir net verkneifen) die Absicht einer rethorischen Frage zu unterstellen, das würde meiner Meinung nach jedoch zu weit gehen. Viel leichter fällt es mir da dem Lied eine gewisse Schwachsinnigkeit zu unterstellen.

"Ja ist denn heut schon Weihnachten?"
- Vielleicht nicht ganz so alt wie die beiden bisherigen Fragen, aber definitiv zusammen mit ihnen im selben Päckchen das, mit Steinen beschwert mein diesjähriges Weinhachtsgeschenk an die Fische ist.

...jetzt habe ich doch tatsächlich über Weihnachten, nicht wie ursprünglich geplant über den Konsumterror gesprochen... nun vielleicht kommt das ja wenn ich morgen aus der Stadt wiederkomme.

15.12.06 01:23


Das Land am Nîm

Am Nîm herrscht Krieg. Kein gewöhnlicher Krieg zwischen Nationen, Religionen oder verschiedenen Herrschern. In Nîm herrscht Krieg zwischen Welten.

Das Land selbst, vom Riss mit der Glasbrücke an bis zu den schwarzen Vulkanfeldern weit im Osten besteht beinahe ausschliesslich aus dichtem Wald, alle Siedlungen, alle Festungen und Städte, alle Berge und Türme erheben sich wie einzelne Halme aus dem Meer des Waldes. Flüsse durchziehen, aus der Luft unbemerkt die endlosen Baumwipfel und am Rand selber kann man sich ein Stück weit hinabhängeln indem man sich an den Wurzeln festhält. Die im Süden liegenden Berge sind über und über mit Wald bedeckt und nur wenige, jedoch recht gut befestigte Straßen durchziehen das weite Land, führen zwischen den befestigten Ortschaften hin und her und zeigen das hier Menschen leben. Die Hauptstadt des Landes am Nîm ist die einzige Ausnahme: ein riesiges Labyrinth aus Straßen, Häusern, Mauern und Toren führt immer weiter einen Hügel hinauf auf dessen Spitze ein gewaltiger, weißer, pompöser Palast steht. Eine riesige Arena in der Gladiatoren gegeneinander Antreten dient zur Beschäftigung des Volkes und ein ausgeklügeltes Armeesystem hält das Reich aufrecht. Denn ihm droht Gefahr. Selbst alle 50 Legionen schaffen es seit Jahren nicht mehr als ein Patt zu erzielen. Unzählige Siedlungen sind verloren gegangen, unzählige Schlachten unter den Wipfeln der lichtraubenden Bäume geschlagen worden, doch der Krieg geht weiter.

Die Gegenseite ist ungleich unmenschlicher. Sie lebt tief in den Wäldern, verborgen vor den Augen der Menschen, abseits aller Wege. Zentauren die auf den Lichtungen die Sterne deuten, Minotauren die in dunklen Nadelwäldern ihre blutige Riten vollführen, Satyrn die mit ihren Flötenspielen die unachtsamen von den Wegen abbringen, die siebenköpfigen Hydren, Elfen die mit dem Morgen kommen, Zwerge die unter der Erde hausen, Kobolde die sich im Nebel verstecken und allerlei andere merkwürdige Wesen.

Wie es zu dem Krieg kam wissen nurnoch die wenigsten. Eine alte Geschichte sagt das die Silberlinge (wie die Menschen die anderen tauften) einer Bitte nachgekommen wären ein Dorf voller Ziegenhirten vor den Steuereintreibern des Senats (der die Republik regiert) zu retten, welches dieser mit dem entsenden einer Legion beantwortete. Andere Geschichten sind weitaus düsterer und man erzählt sie sich lediglich im Flüsteron. Der wahre Grund sei im Palast eingekerkert...
22.11.06 01:42


Das erste Königreich

Kommt man aus dem Westen, aus Richtung der Achse, welche nur von leeren, tierarmen Wiesen und kleinen Wäldern umgeben ist, gelangt man bald ins erste Königreich. Stillschweigend geht die rechtsstaatliche Natur des grünen, tauüberzogenen Bodens vom Niemandsland zum Eigentum des ersten König über, welcher hier seit Anbeginn der Zeit regiert. Es erstreckt sich über die komplette Länge der Welt und circa 600 Kilometer "der Achse entlang" wie man hier so schön sagt. Je weiter man in den Osten gelangt desto höher ist die Bevölkerungsdichte und manche der anfangs eher an einzelne Gehöfte erinnernde Siedlungen lassen zwei oder gar dreistöckige Gebäude erkennen. Es gibt keinerlei Hauptstadt, der König regiert von seiner Bergfestung aus. Diese Festung ist völlig grau und aus der Ferne nicht von den Felsen um sie herum zu erkennen, sie wurde auf einer Höhe von 300 Meter anscheinend in die Steilwand hineingebaut und lediglich ein sehr schmaler Bergpfad führt zu ihrem doppelten Tor. Kein Feind hat es bisher auch nur gewagt sich dieser Festung, von der niemand eigentlich genau weiß wer sie gebaut hat, zu stellen. Das erste Königreich selbst ist ein grünes, freundliches Land ohne viele gefährliche Tiere, Banditen oder unangenemehrer Besonderheiten als einen Winter voller dichter, auslaugender Regengüsse. Weiter östlich bezeichnet man die friedlich lebenden Bauern und Schafzüchter häufig als "Hinterwäldler" doch viele dort draussen fürchten auch diese eigentlich eher einfachen Menschen. Es heisst in ihrem Volk gebe es "Westlerblut".
Die östliche Grenze ist eine die ganze Länge der Welt tiefe Schlucht von 160 Metern Breite. Niemand der noch lebt hat jemals den Boden gesehen, den Gerüchten nach soll sie gar keinen haben. Die einzige Möglichkeit vom ersten Königreich auf die andere Seite und wieder zurück zu kommen ist über die Hängebrücke die recht exakt in der Nord-Süd-Mitte der Schlucht angebracht ist. Die sogenannte "Glasbrücke" trägt ihre Namen aus eben diesem Grund: sie ist aus der Ferne nicht zu sehen, da sie aus lupenreinem, völlig durchsichtigen Glas besteht. 3 Meter breit und ohne ein Geländer auf der rechten oder linken Seite, jedoch auch kaum Wind- oder Schwingungsempfindlich ist es für viele eine wirkliche Mutprobe den langen Weg über sie auf sich zu nehmen. Ganz zu schweigen davon das es auch äusserst langwierig und müßig ist. Aufgrund dieser Tatsache bereisen auch nicht allzuviele Händler das erste Königreich. Einen Ochsen samt Karren hat noch niemand über die beinahe unsichtbare, bei Regen äusserst glitschige Brücke gebracht.
16.11.06 23:56


Wo alles endet

Das weird kingdom ist keins welches sich an Gesetze halten müsste, es ist einfach so wie es ist und niemand kann es ändern ausser es selbst. Diese Welt ist nicht statisch, sie dreht sich jedoch auch nicht, sie ist flach und gleicht eher Strahl als irgendetwas anderem. Sie hat einen Anfang jedoch kein Ende, desto weiter man gen Osten wandert desto mehr Land, Wasser oder Luft wird man sehen. Im Norden und Süden endet das Königreich. Nicht durch natürliche Barrieren oder eine große steinerne Wand, nein hier hört einfach alles auf was zum Königreich gehört. Die Luft zerfällt in ihre chemischen Bestandteile, Wasser fliesst in einem Wasserfall den Rand hinunter und das Land wirkt einfach...abgebrochen. Es ist eine Küste der Realität. Kein gerader Schnitt, nein manchmal sieht man kleine, unerreichbare Inseln vorgelagert, manchmal eine Halbinsel...doch alles endet irgendwo.

Kommt man in den Westen ist das anders. Hier hört alles auf so ist man sich sicher. Eine lange, grüne, gräserne Steppe erstreckt sich bis zum Horizont und dort wo man die Mitte des Westens, also den Punkt den man vom nördlichen und vom südlichen Rand gleichschnell erreicht, steht ein Turm. Ein einzelner sich bis knapp unter die Wolkendecke erstreckender Turm. Früher sagte man er wäre ein Leuchtturm für diejenigen die aus dem Westen kommen, doch das ist noch nie geschehen. Jedenfalls nicht in der Zeit in die die schriftlichen Aufzeichnungen zurückführen. Heutzutage ist man der Ansicht das es der letzte Ort ist den man physisch erreichen kann ohne in die Reiche der Toten zu geraten....wo Lebende keinen Platz haben. Hier weht kein Wind, kein Regen fällt und es grasen keine Tiere im saftigen grün der Wiesen. Nachts herrscht eine beängstigende Stille und der Mond scheint hier nicht. Einzig und allein die Sterne, die man auch des Tags klar und deutlich erkennen kann spenden hier noch Licht. Als stünde man auf einer Wiese inmitten des Alls und seiner Sterne, ist dieser Turm das letzte Bauwerk das daran erinnern mag das man eine physische Existenz besitzt.
Der Turm hat keine Farbe, erscheint jedoch vielen in einem öligen schwarz das aus bestimmten Perspektiven oder unter Lichteinfluss regenbogenfarben schillert. Weit oben im Gebäude kann man häufig ein hell erleuchtetes Fenster sehen, wer sich jedoch hier Hausherr nennt wagt niemand auch nur zu vermuten. Die schwere Eingangstür wurde seit Menschengedenken nicht geöffnet und die allerwenigsten Menschen haben sich in den letzten Jahrhunderten aufgemacht diesen Ort mit eigenen Augen zu sehen. Weit im Westen glaubt man schon nicht einmal mehr daran das es diesen Ort überhaupt gibt. Eins jedoch frisst sich durch alle Sagen, alle Legenden, alle Gedichte, jede historische Aufzeichnung belegt es und jedes Bauernmärchen redet davon. Der Name dieses Ortes lautet: Achse.
5.11.06 23:56


The axel (springer) of evil

Wieder so ein Thema worüber ich Bücher schreiben könnte, da ich einfach nicht verstehe was das alles soll. Michael Moore hat es in Fahrenheit 9/11 eigentlich recht gut auf den Punkt gebracht aber erst jetzt, 3-4 Jahre nachdem ich den Film gesehen habe weiß ich wirklich was er meint: Medienterror.

Gerade heute lief auf RTL wieder eine sehr seriös gehaltene Nachrichtensendung über ein Flugzeug das irgendwo hineingeflogen sein soll "es ist bisher noch unklar ob es sich hierbei um einen Unfall oder einen Terroranschlag handelt" bitte? Als ich klein war ging man grundsätzlich von einem Unfall aus. Und zwar solange bis das Gegenteil bewiesen war. Und die damaligen "Terrorstrukturen" sind die gleichen wie heute...gut vielleicht gab es weniger Trittbrettfahrer die wegen des überhöhten Medieninteresse auch mal im Rampenlicht stehen wollen aber das änderte nichts daran das früher nicht in jeder verdammten Verkehrsunfallsmeldung in einem Nebesatz erwähnt wurde "das es sich ja auch um einen Terroranschlag handeln kann". Gerade neulich habe ich gelesen das in den Niederlanden ein Flieger nach Island (!!!) nicht starten konnte weil jemand sich weigerte im selben Flieger wie 3 saudische Studenten zu sitzen die auf ihrer Reise nach Island (!!!) im Flieger ihre Lederjacken anbehielten.
Waren wir schon immer so feige oder hat uns nur die mediale Dauerberieselung zu diesen zitternden, sich dauernd umsehenden, ängstlichen Versagern gemacht? Vor 5-6 Jahren hätten wir über uns selbst gelacht und uns Feiglinge oder schlimmeres genannt. Nein! Jetzt gibt es ja streng durchorganisierte Terror-Elitekommandos die jeden noch so unbedeutenden Supermarkt sprengen wollen! Dringlichere Probleme dieser Welt werden mal flugs für den US-Wahlkampf hinten angestellt (naja Bürgerkriege, Völkermorde, AIDS, Hungersnöte oder Naturkatastrophen in Afrika wo jedes Jahr Millionen Menschen...MENSCHEN sterben sind ja auch nur halbsowichtig wie zwei dutzend Irre die in gekidnappten Flugzeugen in ein halbleeres Bürogebäude fliegen...vor über 5 Jahren. Sicherlich ein schreckliches Ereigniss; jedoch sind diese 3500 ermordeten MENSCHEN in meinen Augen ein geringeres Übel als die Millionen, ebenfalls ermordeten MENSCHEN auf dem afrikanischen Kontinent, die JEDES JAHR dort ihr Leben lassen. Mediale Aufmerksamkeit? Keine. Um es mal einfach so auszudrücken:

Terrorismus ist absolut überbewertet.

Ein derart hohe medielles Interesse lockt a) bloss Trittbrettfahrer an und b) schränkt es die freien, hier lebenden Menschen ein. soll heissen: sogar in meinem persönlichen Umfeld, hier in Deutschland gibt es Menschen die ein ungutes Gefühl haben wenn "zu arabisch" aussehende Personen hinter ihnen im Bus sitzen. Das ist Freiheitsberaubung. Und zwar die Freiheit sich unbesorgt bewegen zu können. Waren die Briten so verängstigt als in Nordirland und ganz England die IRA Anschläge verübte? The same thing with Spain & ETA? Deutschland & RAF? Ganz sicher nicht.
Ob dich beim über die Strasse gehen ein LKW mitnimmt kann doch im Endeffekt nur das Schicksal entscheiden und nicht du. Also hör gefälligst auf dir ständig vorzulügen dir selbst dein Leben zu retten, du kannst es doch eh nicht mehr hören.

No rules.


12.10.06 03:06


The attic of your mind.

Heute geht es um das, was ich als heiliges Symbol der Jugend ansehe, an dem sich sehr gut das geistige Alter seines Gegenübers ablesen lässt und mit dem ich viel Spass gehabt habe:

Spontanität.

Nach einem kurzen Abstecher zu wikipedia.de erklärt sich das Wort auch schon so gut wie von alleine:

Auszug wikipedia.de:
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Die Spontaneität (seltener auch in der Schreibweise Spontanität) bezeichnet beim Menschen eine Charaktereigenschaft, die ihn häufig plötzlich agieren lässt.
Dabei folgt die Person einer Eingebung auf eine für die Umwelt oft überraschend schnelle Weise, was oft zusammenhängt mit
· einem besonderen Maß an Intuition,
· guter Erfahrung im Umgang mit den eigenen Gefühlen (siehe unten),
· ungewöhnlich rascher Überlegung oder Entschlusskraft, oder
· einer Art Reflex (eher bei körperlichen Ereignissen).
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Für mich ist spontan etwas was plötzlich passiert und nachher alle lachen. Situationskomik bspw. Ist nur deshalb witzig weil sie spontan ist und die spassigsten Aktionen meines Lebens sind deshalb passiert das wir mal spontan irgendwas getan haben. Wer Wochen oder gar Tage ( xD ) im vorhinein plant macht sich meiner Ansicht nach zu viele Gedanken über das was da kommt. Es könnte folgendes eintreten, dann werde ich das tun usw. was auch mich weniger authentisch wirkt als wenn jemand das tut was er tun möchte, was er für richtig hält oder es tut weil er nicht einen Gedanken daran verschwendet hat was es für Konsequenzen mit sich bringen könnte. Vielleicht sehe ich Spontanität als einen Teilbereich der Freiheit. Freiheit der Taten, Freiheit der Gedanken in der man nur der ist der man ist, alleine deshalb weil man gar keine Zeit hatte sich zu verstellen.

Was mir jedoch immer wieder auffällt ist die ( meiner Ansicht nach ) traurige Tatsache das mit fortschreitendem (geistigen, dementsprechend in den meisten Fällen also auch körperlichen) Alter die Spontanität im Kopf der betroffenen Person immer mehr an Boden verliert. Tagesrythmus, Gewohnheit, Verpflichtungen, fehlender Aktionismus. Alles Dinge die auf lange Sicht die Oberhand über jemanden gewinnen, allein des zeitlichen Terminus wegen. In der Schulzeit war eben noch recht viel Platz für spontane Aktionen, wenn man 8,5 std. am Tag arbeiten geht bleibt kaum noch Freiraum für sich selbst.
Irgendwie bedauerlich auch mit anzusehen wie man selbst versucht spontan zu bleiben und damit immer mehr alleine dasteht „Nein sry, keinen Bock spontan wohinzufahren bin seit ner Woche mit meiner Freundinn verabredet“ usw.

I think life has no rules too…..


9.10.06 15:33


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